Presse 2008


Über den Aktivitäten steht ‘wir’ – Verdener Aller-Zeitung, 19.11.2008

Filzbrücke zwischen Kunst und Wirtschaft – Walsroder Zeitung, 19.11.2008

KulturKontakte-Preis an Filz-Röders – Böhme-Zeitung, 19.11.2008






"Über den Aktivitäten steht ‘wir’"
Auszeichnung für den Wirtschaftsförderkreis

Verden Seit 2004 verleiht der Landesminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Walter Hirche, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern den "Kultur-Kontakte-Preis" an niedersächsische Unternehmen für beispielhaftes Sponsoring im Kulturbereich. Dieses Jahr wurden zwei Preise verliehen, und einer davon ging an den Verdener Wirtschaftsförderkreis Domherrenhaus.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde dieser Zusammenschluss von 60 Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten aus der Verdener Wirtschaft für sein jahrelanges Wirken für das Domherrenhaus geehrt. Da Minister Hirche im Ausland weilte, wurde der Preis stellvertretend von seinem Staatssekretär Stefan Kapferer überreicht. In der Laudatio wurde insbesondere die Vielfältigkeit der Förderungen an das Domherrenhaus gelobt: So wären im Laufe der Jahre nicht nur 500.000 Euro in das Museum geflossen, sondern auch Dienstleistungen aller Art, aber auch diverse Beratungen in Einzelfällen, der Durchführung von Sonderveranstaltungen und der Herstellung von Öffentlichkeit sei der Wirtschaftsförderkreis ein beispielwürdiger Partner des Trägervereines des Museums geworden.

Erstmalig wurde zu der Urkunde auch ein künstlerisch gestalteter Preis aus der Hand von Hans Wolfgang Lingemann ("HAWOLI") überreicht. Aus der Hand des Landrates Manfred D. Ostermann / Landkreis Soltau-Fallingbostel nahm der Vorstand des Wirtschaftsförderkreises Domherrenhaus im Burghof zu Rethem den Preis entgegen. In seinen Dankesworten hob der Präsident des Wirtschaftsförderkreises, Wolfgang Reichelt, hervor, "dass über allen unseren Aktivitäten das Wort ‘wir’ steht; und das macht und zu einer leistungsstarken Gemeinschaft für unser Domherrenhaus!"

Während einer prominent besetzten Diskussionsrunde über das Zusammengehen von Kultur und Wirtschaft klang mehrfach durch, mit welcher Hochachtung, ja geradezu Neid dieser Zusammenschluss der Wirtschaft für kulturelle Zwecke anderswo betrachtet wird: "Celle wäre froh, wenn wir hier je so etwas zustande brächten!" brachte es ein Unternehmer aus Celle auf den Punkt. Am morgigen Donnerstag wird der Wirtschaftsförderkreis im Domherrenhaus zusammenkommen, um diese hohe Auszeichnung mit geladenen Gästen feierlich zu begehen.

Verdener Aller-Zeitung, 19.11.2008

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Filzbrücke zwischen Kunst und Wirtschaft
Gebrüder Röders AG aus Soltau erhält "KulturKontakte"-Preis des Landes Niedersachsen


In Zeiten allgemein leerer Kassen ist Kreativität gefragt – und in welchen Bereichen gibt es mehr Kreative als in der Kunst? So ist der Bereich Kultur für Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche auch ein "harter Standortfaktor" für Unternehmen. Für die häufig noch ungewöhnliche Kooperation zwischen Kultur und Wirtschaft vergibt er daher als Schirmherr den "KulturKontakte"-Preis des Landes – als Anreiz für neue Wege lokaler Unternehmen. Den Preis 2008 erhielt am Nachmittag die Gebrüder Röders AG aus Soltau. Im Rahmen einer Feierstunde im Rethemer Burghof wurde gezeigt, dass die Brücke zwischen Kultur und Wirtschaft aus Filz sein kann.

Rethem (sw). Die Gebrüder Röders AG ist ein Traditionsunternehmen aus Soltau (1851 gegründet) mit hochmoderner Ausrichtung: neben Wollfilz für die Bekleidungsindustrie fertigt die Firma auch Nadelfilze für den Einsatz zum Beispiel in Windkraftanlagen oder in Waschmaschinen und industrielle Nadelfilze – sogar mit einem Patent für Nadelfilzschläuche für die grabenlose Rohrsanierung. Und wo viel Filz hergestellt wird, bleibt auch viel ungenutztes Material übrig, über das sich örtliche Kindergärten an ihren Basteltagen ebenso freuen wie bildende Künstler oder Modedesign-Studenten. Geplant ist zudem noch mit lokalen Partnern die Realisierung der "Filzwelt" auf mehr als 1000 Quadratmetern (WZ berichtete).

Alle diese Aspekte haben die unabhängige Jury, die die erneut zahlreichen Bewerbungen für den "KulturKontakte"-Preis sichten und auswerten mussten, überzeugt. Schließlich, so die Idee von "KulturKontakte", ist das Engagement nicht nur fruchtbar für die Beteiligten, sondern für die ganze Region: Nur mit wirtschaftlichem Einsatz kann die Kultur in ländlichen Gebieten angeboten werden und das Land Niedersachsen so reizvoll bleiben für seine Bewohner. Und so wurden bei der Preisverleihung auch noch andere Ideen vorgestellt – bis hin zum Theaterprogramm auf Brötchentüten.

Übereicht wurden im Rethemer Burghof aus der Hand von Staatssekretär Stefan Kapferer gleich zwei "KulturKontakte"-Preise, den "kleinen" Ehrenpreis nahm der Wirtschaftsförderkreis "Domherrenhaus" in Verden entgegen. Der Zusammenschluss von 56 Unternehmen und neun Einzelpersonen aus der Wirtschaft unterstützt unter anderem seit Jahren das historische Museum, das Domherrenhaus.

Eine Premiere gab es ebenfalls an der Aller: Der Neuenkirchner Künstler Hawoli hat für den Landkreis Soltau-Fallingbostel einen "KulturKontakte"-Preis gestaltet, der neben den entsprechenden Urkunden überreicht wurde. Eine Vorstellung vom Metronom-Theater Hütthof und eine Podiumsrunde zum Thema "Kultursponsoring" rundeten die Feierstunde mit rund 120 Gästen ab.

Das 2001 ins Leben gerufene Projekt "KulturKontakte" ist eine Gemeinschaftsinitiative der Regierungsvertretung Lüneburg, der Industrie- und Handelskammern Lüneburg-Wolfsburg und Stade sowie der Handwerkskammer Lüneburg-Stade. Um möglichst einen weiten Kreis an Kulturschaffenden und Wirtschaftsvertretern zu erreichen, fanden die KulturKontakte seitdem in verschiedenen Orten statt – nach Lüneburg, Stade, Celle, Verden, Uelzen, Hittfeld und Cuxhaven nun in Rethem. Ziel des Projektes ist es, den Dialog zwischen Wirtschaft und Kultur in Niedersachsen zu verstärken und neue Impulse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu geben.

Walsroder Zeitung, 19.11.2008

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KulturKontakte-Preis an Filz-Röders
Soltauer Unternehmen fördert Kunst und Bildung in der Region


hh Rethem. Die Gebrüder Röders AG aus Soltau ist der Hauptpreisträger des Projektes KulturKontakte. Mit dem Preis erkennen die Handwerkskammern Lüneburg-Stade, die Industrie- und Handelskammern Stade und Lüneburg-Wolfsburg sowie die Regierungsvertretung Lüneburg das besondere soziale und kulturelle Engagement der Filzfabrik an. Rund 100 Vertreter aus Kulturinstitutionen, der Wirtschaft und der Verwaltung begleiteten die Preisverleihung am Montag auf dem Burghof in Rethem.

Ein Sonderpreis ging an den Wirtschaftsförderkreis Domherrenhaus aus Verden. Die Preisvergabe nahm Staatssekretär Stefan Kapferer im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Burghof Rethem vor. Außer den offiziellen Urkunden von Staatssekretär Kapferer erhielten die Preisträger von Landrat Manfred Ostermann ein Exemplar der Plastiken "Balance" des Neuenkirchner Künstlers Hawoli.

Insbesondere für die Förderung von Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten, die Unterstützung von Künstlerinnen durch das Überlassen von Filzresten und der Kontakt zu dem Fachbereich Modedesign der Fachhochschule Trier waren der Grund für die Preisvergabe an die Gebrüder Röders AG, so der stellvertretende Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Detlef Bühmann. Eine weitere Besonderheit sei die enge Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Stadt Soltau im Bereich Kultur, betonte der IHK-Vertreter. Er stellte das Soltauer Projekt Filzwelt vor, dass durch eine langfristige Umnutzung eines historischen Industriegebäude des Unternehmens an der Fußgängerzone zur Belebung und Steigerung der Attraktivität der Innenstadt beitragen soll. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Stiftung Spiel, dem Spielzeugmuseum, den Heidewerkstätten und der Stadt Soltau.

Peter Bartolitius, Geschäftsführer der Filzfabrik, sah es als selbstverständlich an, dass ein Unternehmen sich für die Kultur seiner Stadt einsetzt. "Die Firma braucht Ingenieure" stellte er fest. Um diese in Soltau zu halten, müsse der Standort attraktiv gemacht werden.

Diese Interessenverbindung von Wirtschaft und Kulturtreibenden solle das Projekt KulturKontakte fördern, betonte Staatssekretär Kapferer.

Böhme-Zeitung, 19.11.2008

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